Relevante Publikationen
Die nachfolgenden Titel sind nicht als vollständige Bibliographie zu verstehen. Sie markieren vielmehr diejenigen Arbeiten, die für die praktische gutachterliche Tätigkeit, ihre methodische Grundlage und den wissenschaftlichen Hintergrund der einzelnen Fachgebiete besonders relevant sind.
Eigene veröffentlichte Arbeiten
Hirthammer, B. J.; Rösing, F. W. Identifikation von Personen auf Bildern. In: Müller, E.; Schlothauer, R.; Knauer, C. (Hrsg.), Münchener Anwaltshandbuch Strafverteidigung. 3. Auflage. München: C.H. Beck; 2021: 2901–2916.
Methodischer Überblick zur Bildidentifikation im Strafverfahren.
Rösing, F. W.; Hirthammer, B. J.; Funke, K. Bilder als Beweis: Die morphologische Identifikation im Strafverfahren. Richter ohne Robe. 2013; 25(1): 7–9.
Knappe, verfahrensnahe Darstellung der Bildidentifikation in der gerichtlichen Praxis.
Lächler, S.; Hirthammer, B. J.; Rösing, F. W. Quantifying the Asymmetries of the Human Face. HOMO – Journal of Comparative Human Biology. 2020; 71(2): 91–99.
Beitrag zur Quantifizierung von Gesichtsasymmetrien als individualisierendem Befundkontext.
Bildidentifikation
Huckenbeck, W.; Gabriel, P. Identifikation lebender Personen auf Bildern. Rechtsmedizin. 2013; 23(2): 127–142. DOI: 10.1007/s00194-012-0867-0.
Deutschsprachiger Referenzbeitrag zur Identifikation lebender Personen anhand von Bildmaterial.
European Network of Forensic Science Institutes (ENFSI). Best Practice Manual for Facial Image Comparison. 2018.
Praxisrelevanter Referenzrahmen zu Vorgehen, Qualitätssicherung und methodischen Mindeststandards der Facial Image Comparison.
Bacci, N.; Davimes, J. G.; Steyn, M.; Briers, N. Forensic Facial Comparison: Current Status, Limitations, and Future Directions. Biology. 2021; 10(12): 1269. DOI: 10.3390/biology10121269.
Aktuelle Übersichtsarbeit zu Terminologie, Grenzen, Bildqualität und methodischen Anforderungen.
Sexton, L.; Moreton, R.; Noyes, E.; Martinez, S. C.; Laurence, S. The effect of facial ageing on forensic facial image comparison. Applied Cognitive Psychology. 2024.
Besonders relevant für Bildvergleiche mit größeren Zeitabständen und Fragen der morphologischen Alterung.
Altersdiagnostik
Schmeling, A.; Kaatsch, H.-J.; Marré, B.; Reisinger, W.; Riepert, T.; Ritz-Timme, S.; Rösing, F. W.; Rötzscher, K.; Geserick, G. Empfehlungen für die Altersdiagnostik bei Lebenden im Strafverfahren. Rechtsmedizin. 2001; 11: 1–3. DOI: 10.1007/s001940000082.
Grundlegende deutschsprachige Empfehlung mit Rösing als Mitautor und engem Bezug zur AGFAD-Systematik.
Schmeling, A.; Grundmann, C.; Fuhrmann, A.; Kaatsch, H.-J.; Knell, B.; Ramsthaler, F.; Reisinger, W.; Riepert, T.; Ritz-Timme, S.; Rösing, F. W.; Rötzscher, K.; Geserick, G. Criteria for age estimation in living individuals. International Journal of Legal Medicine. 2008; 122: 457–460. DOI: 10.1007/s00414-008-0254-2.
Aktualisierte AGFAD-Empfehlung für Altersschätzungen bei Lebenden im rechtsrelevanten Kontext.
Schmeling, A.; Geserick, G.; Reisinger, W.; Olze, A. Age estimation. Forensic Science International. 2007; 165(2–3): 178–181. DOI: 10.1016/j.forsciint.2006.05.016.
Knapper Überblick über den methodischen Stand der forensischen Altersdiagnostik.
Wittschieber, D.; Hahnemann, M. L.; Mentzel, H. Forensic Diagnostics of the Skeletal Age in the Living – Backgrounds and Methodology. Fortschr Röntgenstr. 2024; 196: 254–261.
Aktuelle Übersicht zu Handröntgen, Schlüsselbein-CT und den radiologischen Grundlagen der Skelettaltersdiagnostik.
Skelettidentifikation
Rösing, F. W.; Graw, M.; Marré, B.; Ritz-Timme, S.; Rothschild, M. A.; Rötzscher, K.; Schmeling, A.; Schröder, I.; Geserick, G. Recommendations for the forensic diagnosis of sex and age from skeletons. HOMO – Journal of Comparative Human Biology. 2007; 58(1): 75–89.
Wichtige methodische Referenz zur forensischen Diagnose von Geschlecht und Alter an Skelettmaterial.
Latham, K.; Bartelink, E.; Finnegan, M. (Hrsg.). New Perspectives in Forensic Human Skeletal Identification. Academic Press; 2018.
Sammelband zu neueren Ansätzen der forensischen Skelettidentifikation und humanen Identifizierung.
Methodische Bezugspunkte
Zu den methodischen Bezugspunkten zählen vor allem Standards, Grundsatzarbeiten und Übersichtsbeiträge, die den Rahmen für Beweiswert, Merkmalsanalyse, Bildeignung, Altersdiagnostik und anthropologische Vergleichsbefunde abstecken. Sie sind deshalb nicht bloß ergänzende Literatur, sondern Teil des fachlichen Fundaments der praktischen Tätigkeit.
Zur fachlichen Grundlage gehören insbesondere AGIB-Standards, Arbeiten zur Wahrscheinlichkeitsaussage im morphologischen Identitätsgutachten, der Lehrbuchbeitrag zur Bildidentifikation im Strafverfahren sowie neuere Untersuchungen zur Bildeignung von Messbildern. Gerade diese Texte sind für die Praxis relevant, weil sie methodische Grenzen, die sprachliche Fassung der Wahrscheinlichkeitsaussage und die Anforderungen an Anknüpfungstatsachen und Begründung besonders deutlich machen.
Morphologische Alterung
Arbeiten zu diachronen Häufigkeiten von Gesichtsmerkmalen, Bartmorphologie sowie Falten- und Furchenmustern sind besonders relevant, wenn Bildvergleiche größere Zeitabstände überbrücken müssen.
Asymmetrie und Individualität
Gesichtsasymmetrien, seltene Merkmalskombinationen und individualisierende Befunde können den Beweiswert eines Vergleichs deutlich steigern. Gerade hier zeigt sich der Unterschied zwischen bloßem Wiedererkennen und fachlich begründeter sachverständiger Identifizierung. Die Publikationsseite ergänzt damit die Fachseiten nicht nur bibliographisch, sondern auch inhaltlich: Sie zeigt, aus welchen methodischen und wissenschaftlichen Kontexten die praktische Arbeit auf der Website hervorgeht.